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"Der Patient muss aktiv mitarbeiten"
02.02.2018
Ende Januar lud die TSG zum Vortrag "Der Hüftgelenkersatz - schneller fit mit der minimal-invasiven Technik" mit Dr. Haselmann und Thilo Füller ein. Ca. 60 Interessierte erlebten einen informativen Abend über das Thema der operativen und konservativen Möglichkeiten bei Schmerzen aufgrund von Hüftarthrose.
Dr. Haselmann (rechts) und Thilo Füller referierten über das Thema Hüftgelenkersatz.

Dr. Haselmann (rechts) und Thilo Füller referierten über das Thema Hüftgelenkersatz.

Dr. Haselmann, leitender Oberarzt der chirurgischen Abteilung der GRN Klinik Weinheim, sprach über die Wahl des richtigen Zeitpunkts für einen Hüftgelenkersatz und die verschiedenen Prothesentypen. Wurden alle konservativen Maßnahmen ausgeschöpft und die Beschwerden lassen trotzdem keine ausreichende Lebensqualität zu, habe der Patient also "die Schnauze voll", dann sei dies ein wichtiges Signal. Für die Wahl des Prothesentypen sei der individuelle Anspruch an körperliche Aktivität, aber auch die Gesamtkonstitution des Patienten von Bedeutung.

Die jährliche Zertifizierung der Endoprothetik-Abteilung der GRN Klinik Weinheim schafft ebenso Vertrauen wie der überzeugende Vortrag von Dr. Haselmann.

Thilo Füller, Leiter der Praxis für Physiotherapie physioMed Weinheim, erläuterte im Anschluss die weiteren Faktoren, die Schmerzen im Bereich der Hüfte erzeugen können. Dies sei umso entscheidender, da Arthrose nicht gleichzusetzen sei mit Beschwerden. Zeige eine körperliche Untersuchung eine Bewegungseinschränkung oder Krafteinbußen im Bereich der Hüfte, ist ein Übungsprogramm zur Verbesserungen dieser Einschränkungen ein vielversprechender Ansatz. „Die häufig schmerzfreie Arthrose und die Wirkung von Übungsprogrammen haben zahlreiche Untersuchungen belegt“, so Füller. Es sei also sowohl als Vorbeugung, bei Beschwerden als auch nach einer endoprothetischen Versorgung ein entscheidender Teil, als Patient aktiv in der Therapie mitzuarbeiten. Veranschaulicht wurde dies durch Bilder und Videos aus dem physiotherapeutischen Alltag und einem gemeinsam durchgeführten "Krafttest", wo der eine oder andere seine Schwächen wahrnehmen konnte.

Abgerundet wurde der kurzweilige Abend durch eine ausführliche Fragerunde, bei der jeder Anwesende seine persönlichen Themen ansprechen konnte.


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