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Die Schulter - ein komplexes Gelenk
06.11.2017
Dr. med. Matthias Lehnertz, Facharzt für Chirurgie, Orthopädie & Unfallchirurgie der GRN Klinik Weinheim, und Thilo Füller, Physiotherapeut und Inhaber von physioMed Weinheim im Hector Sport-Centrum beschäftigten sich im Rahmen der Vortragsreihe mit dem Thema "Erkrankungen und Verletzungen des Schultergelenkes"
Dr. med. Matthias Lehnertz (links) und Thilo Füller bei ihrem Vortrag im HSC.

Dr. med. Matthias Lehnertz (links) und Thilo Füller bei ihrem Vortrag im HSC.

Nach den Vorträgen von Dr. med. Honsowitz und Dr. med. Haselmann von der GRN Klinik konnte die TSG einen weiteren Mitarbeiter aus dem Team „Orthopädie und Unfallchirurgie“ der GRN Klinik Weinheim um den Leiter Dr. med. Honsowitz begrüßen. Ein Novum hierbei war, dass der Vortrag von Dr. Lehnertz durch einen anschließenden Vortrag von Thilo Füller, Physiotherapeut und Inhaber von physioMed Weinheim, ergänzt wurde. Fast 50 Interessierte fanden sich im Schulungsraum des Hector Sport-Centrums (HSC) ein, um den beiden Vorträgen zu folgen.

Dr. Lehnertz machte zum Start des Abends sehr eindrücklich klar, dass Kommunikation und Kooperation zwischen Ärzten und Therapeuten einen deutlichen Mehrwert für alle Beteiligten aber hauptsächlich für den Patienten bedeuten. Nach einem kurzen Abriss der Anatomie des Schultergelenkes erläuterte Dr. Lehnertz die verschiedenen Erkrankungen der Schulter sowie ihre Therapieoptionen: Engpass-Syndrom, Kalkschulter, Sehnenrisse, Arthrose des Schultereckgelenkes bzw. des Schulterhauptgelenkes usw. Im Anschluss ging er kurz auf Verletzungen wie Brüche, komplexe Frakturen und Trümmerbrüche ein.

Zur Überleitung an Thilo Füller stellte Dr. Lehnertz nochmals fest, wie wichtig frühe Bewegung nach Erkrankungen, Verletzungen und auch Operationen des Schultergürtels ist, um weitere Komplikationen wie z.B. Schultersteife zu vermeiden und den Therapieerfolg zu gewährleisten.

Bei den anschaulichen Ausführungen von Füller ging es darum, welche weiteren Faktoren die Entstehung von Schulterbeschwerden und deren Therapie beeinflussen können. So können dies offensichtliche Faktoren wie generelle Kraft (über 50 % der Kraft eines Tennisaufschlags wird durch die Beinkraft generiert) und die Art des Lebensstils (insbesondere Ernährung und Bewegungsumfang im Alltag) sein. Aber auch nicht so offensichtliche, zum Beispiel psychologische Faktoren, wie Optimismus und die Überzeugung, zur Genesung selbst beitragen zu können, haben in Untersuchungen einen klaren Einfluss auf das Therapieergebnis (sowohl bei der Wahl einer konservativen aber auch der operativen Herangehensweise).

Am Beispiel von Patientenbeispielen erläuterte Füller anschließend einige Therapieoptionen und betonte die Zielsetzung des Patienten als Grundlage der Therapieauswahl.

„Setzen Sie sich Ziele, respektieren Sie Ihre Grenzen, lassen Sie sich helfen und haben Sie Geduld“, so lautete die Quintessenz von Füller zum Abschluss für die Teilnehmer.

Der Abend schloss mit einer offenen Fragerunde, die von den Zuhörern umfangreich genutzt wurde.

Die Referenten und TSG-Verantwortlichen kamen im Anschluss überein, dass weitere Vorträge und Vortragsthemen mit der GRN Klinik, insbesondere auch in Kombination mit weiteren Referenten, wie an diesem Abend Thilo Füller, sinnvoll und wünschenswert sind.


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